Den fairventure-Kurs „Wirtschaft“

 

gibt es auch an Schulen

 



Im Januar 2015 wurde an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ) zum dritten mal der fairventure-Kurs Wirtschaft durchgeführt. Teilgenommen hatten diesmal 21 Schüler_innen aus zwei 11. Klassen. Der Kurs war in eine einwöchige Selbstlernphase und in eine daran anschließende Projektwoche (vier Unterrichtsstunden täglich und Selbstlernphase an den Nachmittagen) gegliedert. Hier ein paar Rückmeldungen der Schüler_innen:

 


Gut gefallen hat mir die Art, wie der Stoff vermittelt wurde. Es war nicht in dieser typischen Vortragsweise (einer steht vorne, der Rest hört zu), sondern es war eine Art Gespräch, was die ganze Zeit stattfand, in der auch Zwischenfragen und Einwürfe ihren Platz hatten. Es kamen so viele interessante Fragen und Themen auf, dass gar nicht über alles gesprochen werden konnte. Vielen Dank, dass Sie hier waren, ich habe einen guten Überblick im Thema Wirtschaft bekommen, es war eine spannende Woche!

L. T.

Ich fand den Kurs sehr interessant und aufschlussreich. Man hat gemerkt, dass Sie wissen, worüber Sie reden und dass Sie sich eine ganze Zeit mit den Themen auseinandergesetzt haben. Es wurde vieles anschaulich erklärt und das Tagespensum war genau richtig gewählt, so dass ich mich gut konzentrieren konnte.

Wenn es Probleme mit Begriffen für die Hausaufgaben gab, dann konnten die problemlos kurz gegoogelt werden, da man nachmittags viel Zeit dafür hatte. Ich fands toll!

A. S.

Ich fand den Workshop sehr interessant, vor allem für mich, weil ich mir ein Grundwissen über Wirtschaft aneignen konnte. Sie haben sehr wichtige Themen ausgewählt und eine gute Zusammenfassung von Wirtschaft dargeboten.

K. T.

Inhaltlich war der Kurs sehr anschaulich gestaltet und ich werde viel für mein alltägliches Leben mitnehmen. Allerdings hatte ich oftmals bei der theoretischen Arbeit mit Ihrem Buch meine Probleme, da mir viele Sachen erst im Unterrichtsgespräch klargeworden sind.

Eventuell könnten Sie noch mehr mit anderen Medien (Filme, Aktienkurse etc.) arbeiten, da es bei jungen Leuten immer interessanter rüberkommt.

J. W.

Ich fand den Kurs sehr interessant und spannend gestaltet. Vielen Dank, dass Sie uns so gute und wichtige Informationen wirklich nahe gebracht haben. Vielen Dank, und machen Sie unbedingt weiter. Viele Leute, vor allem in unserem Alter, sollten das erfahren.

P. H.

Sehr gut, weil sehr informativ. Ich habe viel gelernt. Interessant und vielseitig gestaltet. Großer Schwerpunkt auf Ethik, nicht nur im Zusammenhang mit Geld.

M. G.

 

An sich habe ich mich nie wirklich für Wirtschaft interessiert und auch nichts davon verstanden, aber dadurch, dass Sie alles so anschaulich und interessant erklärt haben, mit vielen schönen Geschichten, haben Sie mir die Wirtschaftswelt näher gebracht und ich habe auch verstanden, dass es gar nicht so komplex ist, wie gedacht.

N. J.

Ich danke Ihnen vielmals für den Workshop. Das Teilnehmen hat Spaß gemacht und ich finde, man konnte viel lernen. Ihre Art, Sachen zu erzählen, gefiel mit gut und es war interessant, zuzuhören. Manchmal hätte ich mir noch ein bisschen mehr praktische (Selbstlern-) Übungen in der Unterrichtszeit gewünscht, aber sonst: Sehr gut!

P. E.


 

 

 

 

 

 

 

Rückmeldung nach dem Wirtschaftskurs an der Freien Waldorfschule in Flensburg:

 

Liebes Lehrerkollegium !
  Erstmal möchte ich mich im Namen aller Schülerinnen und Schüler, die an dem Wirtschaftsseminar teilgenommen haben, für diese tolle Möglichkeit bedanken. Ich denke, dass wir alle etwas aus diesem Seminar mitgenommen haben und möchte nun einmal erklären, warum.
  Da die Waldorfschule keine Wirtschaftspolitik lehrt, außer ein wenig in den Epochen, war für jeden von uns mindestens ein völlig neues Thema dabei. Einige hatten schon mehr Vorwissen, andere weniger. Herr Krause-Keusemann erklärte uns vorerst, was Wirtschaft eigentlich sei und wie wir alle damit in Verbindung stehen. Später kam er dann darauf zu sprechen, wie die Wirtschaft unsere Umwelt beeinflusst und sprach einige Weltprobleme an, etwa die Ausbeutung der Arbeiter in Massenproduktionsfirmen, den Menschenhandel sowie den Organhandel und seine Folgen.
  Dies bezog er schließlich wieder auf unser Leben hier in Deutschland.
Er gestaltete die Stunden interessant und der Informationsstoff war gut nachvollziehbar. Sehr gefallen hat uns auch die Gruppenarbeit, in der wir eigene Ideen zu neuen Erfindungen entwickeln durften.
  Ein bisschen schwer fiel es uns, die Hausaufgaben auf den Unterricht zu beziehen, da diese beiden Felder ein wenig auseinanderklafften.
  Am Ende waren jedoch alle zufrieden (denke ich), und ich kann im Namen aller Teilnehmer sprechen, wenn ich Ihnen sage, wie sehr wir uns freuen würden, wenn es ermöglicht werden könnte, diesen Kurs ein zweites Mal stattfinden zu lassen - als eine Art Fortgeschrittenenkurs. Denn die Wirtschaft ist heutzutage ein grundlegendes Thema und es ist wichtig, dass gerade junge Leute sich damit auseinandersetzen.
  Herzliche Grüße
im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer - J. M.

 

 

 

 

Im Rahmen vom fairventure-Kurs "Wirtschaft" mit SchülerInnen der Oberstufe der Freien Waldorfschule in Leipzig gab es 2012 auch Unterrichte für SchülerInnen der Mittelstufe. Eine 7. Klasse hatte daran anschließend eine eigene Komplementärwährung entwickelt.

(Bild: Zeugnisübergabe durch Prof. Martin Klöti, 2013 in Velbert-Langenberg)

 

 

Meine Welt, Wirtschaft und Geld
Der fairventure-Kurs an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum

  Herdecke/Berlin, 15.02.2013 (pk) Wie Wirtschaft funktioniert, also das Wissen um die Grundlagen der Ökonomie, gehört heutzutage sicherlich (bald) zur notwendigen Allgemeinbildung. Nicht nur für den eigenen Haushalt, sondern auch als Voraussetzung dafür, die komplex gewordenen Vorgänge verstehen zu können, die unsere Welt bis in den Alltag aller Menschen hinein nachhaltig bestimmen, ist solches Wissen zunehmend gefordert. In der Evangelischen Schule Berlin Zentrum hat eine Gruppe von fast 20 Schülerinnen und Schülern darum im Januar den fairventure-Kurs absolviert.
  Der fairventure-Kurs vermittelt in vier Teilen Wissen zu den Grundlagen der Wirtschaft, wobei besonders die ökologischen Aspekte und mögliche Alternativen zur allein auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Ökonomie Berücksichtigung finden. Die Lerninhalte behandeln alles rund ums Geld ebenso, wie Fragestellungen der Betriebs- und Volkswirtschaft. Anhand von Beispielfirmen werden als Lerninhalte Fälle bearbeitet, die der gewöhnlichen betrieblichen Praxis entsprechen. Aber auch ethische Fragen werden behandelt. Wie lässt sich angesichts der knapper werdenden Ressourcen und des Klimawandels nachhaltig wirtschaften? Welchen Fragestellungen begegnet man auf der Gebieten der sozialen Absicherung und der Gesundheitsversorgung?
  Der Kurs wurde in Berlin während zwei Wochen als Fernkurs mit Unterlagen zum Selbststudium und während einer Projektwoche vor Ort durchgeführt. Zu den Highlights gehörten sicherlich auch ein Besuch bei einem Angeordneten im Bundestag, der ausführlich das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative zu den derzeit üblichen Transferleistungen zur Diskussion stellte und der Besuch von Heidemarie Schwermer, einer Frau, die seit fast 20 Jahren ein Leben ohne Geld führt. Zur letzteren Begegnung war die gesamte Oberstufe eingeladen, so dass sich im Forum schnell eine lebendige und dichte Gesprächsatmosphäre ergab.
  Am Ende der Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler ihren Abschlusstest zum Thema „Leben für die Welt von morgen“ absolviert. In diesem Thema drückt sich die Absicht aus, die mit dem Kurs von Beginn an verbunden ist, nämlich junge Menschen auch im Hinblick auf Fragen der Wirtschaft so zu fördern, dass sinnvolle Beiträge für die Welt der Zukunft möglich werden. Peter Krause (Journalist) und Jan Temmel (Mediengestalter), die den Kurs in Berlin durchgeführt haben, freuen sich, dass sie auf diese Weise das zentrale Anliegen der ESBZ unterstützen durften.

 

Peter Krause

Journalist und Buchautor

Bergweg 50
D - 58313 Herdecke

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