In einer Welt, in der wider alle Vernunft tagtäglich unendliches Leid hervorgerufen und verstetigt wird, nur um sehr banale, materielle Bedürfnisse in immer größerem Umfang zu befriedigen, will tatsächlich niemand wirklich leben. Trotzdem schaffen wir diese Verhältnisse durch unsere Lebensart – auch Sie und ich – immer wieder und wieder, denn wir alle profitieren vom Ineinandergreifen aller Funktionen dessen, was Lewis Mumford als Megamaschine bezeichnet hat. Unsere Art zu leben wäre heutzutage anders gar nicht mehr möglich.
Zwei einfache Fragen können zu interessanten Erfahrungen leiten. Wenn man diese Fragen in eine kleine Übung bettet und immer mal wieder durchdenkt, verändert sich das Verhältnis zur Mitwelt auf eine ganz sinnvolle Weise. Probieren Sie es aus!
Bis in die allgemeine Vorstellungs- und Sprachwelt hinein ist die Bezeichnung der Natur als unser aller Mutter bis auf den heutigen Tag präsent geblieben. Es ist eine starke Metapher, die sowohl im uralten kulturellen Erbe wie auch in den tiefsten seelischen Empfindungen der Menschen verankert ist.
Die Fülle der für den allgemeinen Konsum angebotenen Waren wächst und wächst. Von allem und jedem gibt es zahllose Variationen für jeden Geschmack. Es geht dabei längst nicht mehr nur um das, was der Mensch zum Leben braucht, sondern darum, was die Erfinder und Lenker der endlosen Warenströme haben wollen. Dafür wird immer mehr zur Ware gemacht.
Die meisten Gesellschaftsspiele basieren darauf, dass es darum geht, „Gegner“ zu besiegen, zu schlagen. Sie liefern Kriegsszenarien im Miniformat, ob mit Plastikfiguren und Würfeln auf Papptafeln oder mit digitalen Avataren und Joysticks in virtuellen Parallelwelten. Sie bilden die Wirklichkeit ab, wie sie im Sinne des vorherrschenden Systems des Geldes gemeint ist und trainieren in Kinderzimmern, Schulklassen, Kneipen und Feriendörfern für den „Kampf ums Dasein“. Kurzweilig geben sich die Spielenden dem Spannungsbogen hin, dem sie eigentlich, wären die Triebe zur Selbsterhaltung noch intakt, mit fliegenden Fahnen entfliehen müssten.